Albert

 

Mein Name ist Albert. Als der Krieg 1945 zu Ende ging war ich 14 Jahre alt. Meine zwei Brüder Fritz und Alfred kamen aus dem Krieg nicht Heim, sie gelten bis heute als vermisst. Ich litt ein Lebenlang darunter nicht zu wissen was aus ihnen wurde.
Ja, dass Leiden, dieses Gefühl der Traurigkeit und Verzweiflung begleitet mich ausgiebig bis zu meinem Ende.

Lang wird es nicht mehr dauern, ich kann es spüren und es ist auch recht so. Bin des Lebens müde geworden. Allein die letzten sieben Jahre waren mehr eine Qual als ein schönes Leben im Alter. Seit meine geliebte Hildegard von mir ging, erscheint alles nur noch grau und sinnfrei.

Kinder hatten wir keine, Hilde konnte keine bekommen aber es war in Ordnung, wir hatten uns. Nun stehe ich alleine da, keine Verwandtschaft und keine Freunde. Die Erinnerungen an bessere Tage sind auch kein Trost.

Ich wohne in einer Altenwohnung deren Unterhalt fast meine komplette Rente verschlingt. Bekomme eigentlich eine passable Altersversorgung, habe ja auch Jahrzehntelang auf der Zeche hart dafür schuften müssen, doch nun muss ich diese auch noch versteuern. Wenn ich nicht noch rüstig wäre und Pfandflaschen sammeln würde, hätte ich kaum etwas zu essen. Es ist so ehrverletzend, würdelos und ich schäme mich dafür. Doch was soll ich tuen ?

Mein Tagesablauf ist stets derselbe, 6 Uhr aufstehen, noch einmal Hildes Kissen, dass neben mir im Bett liegt drücken, es klingt sicherlich eigenartig aber so ist es als wäre ein Teil von ihr noch bei mir, es folgt Morgenwäsche und dann gehe ich in den Park. Frühmorgens kann man dort noch unbehelligt auf der Parkbank verweilen. Ich lausche dann den Vögeln, genieße die frische Luft und man kommt stets mit Leuten ins Gespräch die ihre Hunde Gassi führen.
Das war es auch schon mit meiner Anteilnahme am sozialen Leben.

Am Nachmittag sollte man den Park meiden, dann kommen die Drogensüchtigen, am Abend dann die Ausländer. Sie stehen dort Gruppenweise herum und provozieren, schikanieren vorbeigehende Spaziergänger.
Wäre ich nur 30 Jahre jünger, die könnten was erleben.

Gegen 9 Uhr 30 gehe ich dann zum Bäcker und hole mir ein mit Käse belegtes Brötchen, ich liebe Gouda, nur dieses verwelkte Salatblatt entferne ich sofort.
Dann mache ich mich auf die Pfandflaschen aus den Abfalleimern oder Containern zu suchen. Bei den Containern ist es nicht so einfach daran zu kommen und es erfordert immer eine Menge Einfallsreichtum.

Dann schlendere ich zum Aldi und werfe meine Flaschen in den Pfandautomat.
Bei der Gelegenheit bringe ich mir täglich eine Dose Eintopf mit, kostet nur 65 cent.
Meistens Hühnersuppe oder Linseneintopf, habe mal Texastopf probiert, oh Gott wie greuslich. Auch die Bohnensuppe von Aldi kann man essen.
Früher ging ich gerne einkaufen, lange ist es her.

Heutzutage ist es eher ein Muss, denn vergnüglich und entspannt durch den Supermarkt zu spazieren ist nicht mehr möglich. Überall nur eilig dahinhetzende Menschen, aggressive Bettler und Jugendliche.

Es verwundert mich sowieso das so viele Araber und Neger hier herumlaufen. Sie arbeiten nicht, lungern überall herum und provozieren und drangsalieren unsere Leute.
Habe immer CDU gewählt, war ein guter Christ, doch seit einigen Jahren wähle ich die nicht mehr. Meinen Glauben an Gott habe ich schon vor etlichen Jahren verloren, er war nie gut zu mir und hat keines meiner Gebete erhört, vielleicht gibt es ihn ja gar nicht.

Und seit diese Merkel Kanzlerin ist kommen immer mehr dieser eigenartigen ausländischen Kerle in unser Land. Mir ist nicht klar warum so viele von denen hier hineingelassen werden, aber es kann nicht gut sein. Ich höre immer Flüchtlinge, doch flüchten nur Männer aus Kriegsgebieten ? Wo sind die Massen der Frauen und Kinder ? Sollten diese Kerle nicht ihr Land und ihre Familien verteidigen statt hier herumzulungern ? Und wieso werden sie hier mit offenen Armen empfangen, bejubelt und hofiert ? Überall nur noch Orientalen und schwarze Männer, überall bauen sie Moscheen, ich komme mir langsam wie in Arabien vor.

Und was machen meine Landsleute ? Sie schweigen, scheinen es sogar wunderbar zu finden. Deutsche Kinder sehe ich immer seltener und wenn dann starren sie auf diese komischen kleinen Apparate und bekommen von ihrer Umwelt gar nichts mehr mit.
Bekomme oftmals auf der Straße mit wie Ausländerkinder sich an Deutschen vergreifen, sie beleidigen, schimpfen, beklauen und schlagen einheimische Kinder. Frage mich dann stets warum diese sich nicht wehren und diesen verdammten Osmanenschädeln nicht einfach eine reinhauen ?

Es wird immer schlimmer in diesem Land und ich könnte weinen das meine Mutter ihre Söhne für diese deutsche Zukunft opfern musste.
Haben wir dafür soviel geopfert, geschuftet und getan ?
Kein Stolz, keine Ehre, keine Werte, eine verlorene Epoche, eine verlorene Nation.
Wie gesagt die CDU wähle ich nicht mehr. Als ich das letzte Mal in der Wahlkabine stand, rätselte und überlegte ich wen ich denn nun wählen sollte. Und dann wurde mir klar das es egal ist, ich kritzelte „mit mir nicht ihr verlogenes Pack“ auf meinen Stimmzettel.
Nun ja, ich befürchte all das ist nicht mehr umzukehren und unser Land wird im Chaos versinken, wir werden aussterben und ich bin froh das ich das nicht mehr mitbekommen werde.

Gegen 14 Uhr mache ich mein Mittagsschläfchen, nach einer Stunde wache ich meist auf und gehe auf den Balkon. Habe eine gute Sicht auf die Nachbarschaft, aber kaum Kontakt zu ihnen. Keiner hat zum anderen großen Kontakt, ein flüchtiges „guten Tag“ und das war es.
Die Tage allerdings habe ich von Krause aus dem 2.Stock erfahren das Frau Güttler von nebenan im Krankenhaus liegt. Sie wurde von Afrikanern überfallen, am hellichte Tag auf dem Marktplatz. Sie wurde geschuppst und fiel so unglücklich das sie sich den Oberschenkel brach. Nicht der Erste Fall von dem ich hörte.

Im laufe des Nachmittags lese ich den Videotext, kann kaum fassen was ich da alles zu lesen bekomme. Es erinnert mich oftmals an die Propagandamaschinerie die ich in der Hitlerjugend durchleben musste. Es scheint keine Berichterstattung sondern eine „Säuberung des deutschen Geistes“ stattzufinden und ich frage mich ob es keinem auffällt.
Manchmal schaue ich mir meine alten Fotoalben an und schwelge in Erinnerungen, doch wenn die Melancholie zu viel wird und mir Tränen die Wange herunterlaufen, stelle ich die Alben schnell wieder ins Regal.

Am Abend das Fernsehprogramm ertrage ich kaum, es vertreibt mir die Einsamkeit nicht mehr, schon lange nicht mehr.
Genieße an warmen Tagen vor dem zu Bett gehen noch eine weile den klaren Himmel von meinem kleinen Balkon aus und gehe dann früh ins Bett, meistens gegen 21 Uhr 30.
Nachts werden meine Träume oftmals unterbrochen weil ich zur Toilette muss, manchmal bin ich darüber froh, wenn mich die Alpträume quälen. Träume vom Krieg und der Nachkriegszeit, der Tod meiner Frau lassen mich nicht los. Erbost bin ich aber wenn ich aufwachen muss und von meiner Hildegard, unseren schönen Zeiten träumte. Vor einigen Jahren noch waren die letzen Gedanken vor dem Einschlafen immer bei meinem geliebten Schatz. Immer öfter aber verschwende ich Gedanken daran ob ich am nächsten Tag genügend Flaschen finde, wie lange das Geld noch reicht und über den Zustand meines geliebten Landes. Ob andere Menschen auch mit solchen Gedanken kämpfen ?

Vielleicht machen sich auch nur Leute aus meiner Generation solche Gedanken, wir wussten noch wie wichtig Werte und Traditionen sind, wir wussten noch was es heißt zu leben.
Aber was weiß ich schon, bin ja nur ein alter Mann.

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